Ecuador: Erfahrungen im Land der Schokolade

Die Schokolade Ecuadors ist als eine der besten der ganzen Welt bekannt. Die Schokoladenhersteller Ecuadors haben mit ihrer für ihr Aroma preisgekrönten Tafelschokolade in den letzten Jahren ständig wachsende Anerkennung gefunden. Zudem hat sich herausgestellt, dass die Kakaopflanze nicht wie bisher allgemein angenommen aus Mexiko stammt, sondern aus dem ecuadorianischen Amazonasgebiet. Mit schokoladebezogenen Erfahrungen in drei von Ecuadors vier Welten können Reisende jetzt den Ursprung der weltweit beliebtesten Süßigkeit näher kennenlernen. 

 

„Ecuador: Land der Schokolade” ist eine neue Initiative des ecuadorianischen Tourismusministeriums zur Werbung für die aufregenden Erfahrungen, die Besucher in diesem kleinen, aber mit einer unglaublich biologischen Vielfalt gesegnetem Land Südamerikas machen können. „Der Schokoladentourismus ist auch Agrotourismus und kommt ländlichen Gemeinschaften zugute. Gleichzeitig können Touristen mehr vom Land kennenlernen, das kulinarische Erbe genießen, Naturwunder und Abenteuersport erleben”, sagt Dominic Hamilton, der ecuadorianische Vizeminister für Tourismusförderung.„Wir wollen, dass Ecuador mit einem bereits international bekannten Gourmet-Produkt in Verbindung gebracht wird und damit einen Kreis zwischen Konsumenten und Touristen schließen. Personen, die ecuadorianische Schokolade bei ihrem Aufenthalt in Ecuador probiert haben, werden auch nach ihrer Heimkehr ecuadorianische Produkte kaufen und Schokoladenliebhaber verbinden ihre Lieblingsschokolade mit der Destination Ecuador.”

 

Man muss kein Schokoladenkenner sein, um die beste Schokolade der Welt zu genießen. Touristen können auf Schokolade spezialisierte Läden und Stände besuchen – es gibt auch einen im Innern des Äquatormonuments nördlich der Hauptstadt Quito – wo Verkäufer bei der Wahl behilflich sind. Die dunklen Schokoladen aus nur einem Ursprungsgebiet oder die mit Früchten oder dem „Superblatt”des Amazonasgebiets gehören dabei allgemein zu den Favoriten. Man kann sich hier auch für eine Schokoladenverkostung eintragen (die wie eine Weinprobe verläuft, nur ohne anschließenden Kater), die mit einem spezialisierten Hersteller wie beispielsweise dem vielfach mit World Chocolate Awards ausgezeichneten Unternehmen Pacari. Man kann auch ein auf Kakao basierendes Feinschmeckermenü mit dazu passendem Wein genießen oder sich in einem Spa ganz in warme Schokolade wickeln lassen. 

 

Bei dem Motto „Land der Schokolade” geht es auch um Begegnungen mit der ländlichen Welt Ecuadors.Kakaobäume wachsen im tropischen Klima beidseitig der Anden, im Küstentiefland und zwischen den hohen Bäumen des Amazonas-Regenwaldes. Beide Regionen sind faszinierend, wenn man etwas mehr über diesen Baum und seine Frucht erfahren möchte, deren lateinischer Name theobrama sich mit Nahrung der Götter übersetzen lässt. 

 

Nur wenige Fahrtstunden von Ecuadors zwei großen Städten Quito und Guayaquil entfernt finden sich Besucher im tiefsten Landleben wieder. Sie können durch Kakaoplantagen gehen, etwas über den Anbau erfahren, die Fermentierung und den Trocknungsprozess des Kakaos kennenlernen und sogar Schokolade für sich selbst herstellen. Im Amazonasgebiet werden mehrere Kakaobetriebe von indigenen Gemeinschaften und Frauenkooperativen geleitet. Diese verbinden ihre landwirtschaftlichen und handwerklichen Aktivitäten mit dem Tourismus und geben Besuchern die Möglichkeit zu Einblicken in ihr faszinierendes Land.

 

Das Tourismusministerium hat in den letzten Monaten eng mit den Schokoladefabrikanten und der Reisebranche Ecuadors zusammengearbeitet. Bei der Fachmesse World Travel Market haben zwei Dutzend Reiseveranstalter, Galapagos-Kreuzfahrtunternehmen und Unterkunftsanbieter Produkte angeboten, die Schokolade zum Thema haben – von ausführlichen Plantagentouren bis hin zu einer Schokoladenverkostung. Dazu gehört auch die staatliche Eisenbahngesellschaft (Tren Ecuador), die zwei auf Schokolade bezogene Produkte im Programm hat: Die neue Küsten-Anden-Route auf der Strecke Durán-Bucay-Alausí und die exklusive und preisgekrönte vier Tage dauernde Fahrt mit dem Tren Crucero.

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