Das andine, aus den Inkazeiten stammende Verbindungssystem bzw -netz, Qhapaq Ñan, wurde am 22. Juni dieses Jahres zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt.

Qhapac Ñan, Quichua-Begriff, bedeutet übersetzt großer Weg oder Königsweg und umfasst, mit 6000 km Länge, sechs südamerikanische Länder: Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Ecuador und Peru. In Ecuador sind bereits 108 km dieses ehemaligen Verbindungswegs anerkannt, welche 49, mit 31 Gemeinden zusammenhängende archäologische Stätten beinhalten.  

Diese, während des Inka-Reiches des Tawuantinsuyu entworfene und gebaute Strecke, welche das gesamte Reich verbinden konnte, durchquert Ecuador von Rumichaca, Provinz Carchi, im Norden, bis Espíndola, Provinz Loja, im Süden. Die Strecke ist in 22 Kleinstrecken  unterteilt und zusätzlich gibt es Querverkehrswege, die die Anden mit dem Regenwald und auch mit dem ecuadorianischen Küstengebiet verbinden.

Für das ecuadorianische Tourismusministerium hat diese Anerkennung außerordentlichen Wert und umfasst „die gesamte jahrhundertelange Tradition, Geschichte und die Identität der Völker und Gemeinschaften”. Ecuador richtet ein interinstitutionelles Verwaltungsmodell im Land auf, welches dazu dienen soll, für die Strecken des Qhapaq Ñan wichtige Projekte optimal zu leiten und zu entwickeln, um so den hiesigen und internationalen Tourismus steigern zu können.

Share this post

Submit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn