San Antonio de Pichincha ist besser bekannt als „der Ort, an dem der Äquator verläuft” oder als „der Mittelpunkt der Erde”. Es ist eine der wichtigsten und besuchtesten touristischen, wissenschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten in Ecuador.

 

 

Die Gemeinde liegt nordwestlich von Quito (13.5 km). Der Äquator verbindet, aufgrund der geographisch privilegierten Lage, urtümliche Kenntnisse, Natur, Wissenschaft und - heutzutage auch - die regionale Integration, nachdem der ständige Sitz der UNASUR dorthin verlegt wurde.

 

 

 

Geschichte

 

Der ursprüngliche Name war bis 1901 Lulumbamba, d.h. die „Ebene der reifen Früchte”. Später wurde der Ort San Antonio de Pomasqui genannt und auf Antrag der Bewohner erhielt er dann den jetzigen Namen: San Antonio de Pichincha. Das Klima ist in dieser Gegend trocken. Tagsüber steigen die Temperaturen bis 24°C, in der Nacht sinken sie auf 12°C.

 

 

Früher war dies eine Siedlung der Inka. Heutzutage gilt sie als Beweis für die tiefen Kenntnisse, die diese ur-Kulturen in den Anden schon pflegten; sie kannten die Bewegungen der Gestirne und die Nutzung dieser Kenntnisse für die damalige Landwirtschaft. An diesem Ort haben die Shyris, das regierende Volk des antiken Reiches der Quitus, eine Sternwarte für den Sonnen-Gott aufgebaut. Von hier aus wollten sie den genauen Verlauf der Sonne beobachten, die Tag-und-Nacht-Gleiche und die Sonnenwende klar erkennen und so den Intiñán (Weg der Sonne) bestimmen.

 

 

1936 wurde das Denkmal am Äquator aufgestellt. Genau an dem Ort, den die Wissenschaftler der Geodethischen Französischen Mission im 18. Jahrhundert bestimmten. Der Bauherr dieses Denkmals war Herr Ing. Luis Tufiño. Die geographische Breite 0°0’0” führt auf einer geraden Linie vom Hügel Catequillá bis zum Hügel Padre Rumi.

 

 

 

Touristische Sehenswürdigkeiten

 

 

Heutzutage gibt es an diesem Ort einige touristische Sehenswürdigkeiten, u.a. die Stadt am Äquator, das Museum Inti Ñan – Camino del Sol, das geobotanische Naturschutzgebiet des Vulkans Pululahua, die archäologische Stätte Rumicucho, der Hügel Catequilla.

 

 

Stadt am Äquator (Ciudad Mitad del Mundo)

 

Die Stadt am Äquator (Ciudad Mitad del Mundo) ist eine nachgebaute Stadt im Kolonialstil, in der das bekannte Denkmal des Äquators liegt. Hier sieht man den Äquator, den Mittelpunkt der Erde, so wie er im Jahr 1736 von der Geodethischen Mission bestimmt wurde.

 

 

Auch kann man hier 7 Museen besuchen: das ethnographische Museum, das Planetarium, das Museum über das koloniale Quito, ein Insektarium, die Pavillons für Guayasamín, für die Sonne und für Frankreich.

 

 

Auf dem Breitengrad 0-0´-0´´ am Äquator wurde die viereckige Pyramide des Äquator-Denkmals gebaut, entsprechend der tatsächlichen Position der Welt. Von der Spitze des Denkmals aus kann die andine Landschaft gesehen werden, u.a. die Vulkane Casitagua und Cotopaxi und die Hügel von La Marca.

 

 

Wenn die Touristen den Äquator besuchen, können sie mit einem einzigen Schritt von der Nordhalbkugel zur Südhalbkugel übergehen und die physikalischen Gesetze ausprobieren, die nur an diesem einzigen Ort der Welt nicht gelten.

 

 

Freiluftmuseum Inti Ñan (Camino del Sol)

 

 

Das Museum befindet sich 200 m vom Äquator-Denkmal. Dieses thematische Museum möchte auf praktische Art und Weise die andinen und ur-Kenntnisse zeigen, die hier die Völker schon vor langer Zeit hatten, u.a. über den Verlauf der Sonnenbahn und über die Gestaltung des täglichen Lebens auf der Grundlage dieser Kenntnisse, u.a. mit dem Sonnenkalender, der natürlichen Sonnenuhr und dem „Acoratene”, einem Sonenzylinder.

 

 

Das Museum ist unterteilt ind „Archäo-Astronomie”, Ethnographie und die Abteilung „Leben und Gewohnheiten” der ur-Völker um den Äquator von Ecuador.

 

 

 

Krater des Pululahua-Vulkans

 

 

Nur 4 km von San Antonio de Pichincha entfernt beginnt das geobotanische Naturschutzgebiet des Pululahua, mit einem noch aktiven Vulkan. Der Pululahua, dessen kollabierte Flanke den Krater verstopfte, ist heute bewohnt und der Kraterboden dient der Landwirtschaft.

 

 

Pucará de Rumicucho

 

 

Diese archäologische Stätte der vor-inkasischen Zeit wurde von dem Volk der Quitu Cara erbaut. Es war ein terrassenförmiger Bau, der die Saat- und Erntezeiten angab.

 

 

Hügel des Cate - Quilla

 

 

Aufgrund der archäologischen Bedeutung ist dieser Tempel des Mondes oder Cate-Quilla wieder in das Bewusstsein gerufen worden; hier finden sich Überreste eine Zentrums für groβe Zeremonien, mit vielen Tonscherben und der unglaublichen Bestätigung per GPS, dass der Breitengrad 00.00'.00” genau durch ihn verläuft. Radfahren, reiten, Besuche in Wellness-Centern mit Aromatherapie und Sonnenenergiebädern, Wanderungen auf den umliegenden Hügeln, eine auβerordentlich gute nationale und internationale Gastronomie vervollständigen das Angebot dieses besonderen Ortes.

 

 

San Antonio de Pichincha feiert

 

 

Unter dem Motto  „Vive fiestas San Antonio de Pichincha 2015” begeht diese ländliche Gemeinde das Patronatsfest mit künstlerischen, kulturellen und Bildungsveranstaltungen. Die kommunale Selbstverwaltung lädt das Publikum zum feiern und zum genieβen ein. Unter den  Programmpunkten steht auch das 1. Treffen der Andinen Musik.

 

 

Programm

 

 

Am Freitag, den 29. Mai, findet die Wahl der Schönheitskönigin von San Antonio statt.

Am Sonntag, den 31. Mai, gibt es im Stadion der Gemeinde eine Show mit Dressurhunden. Ein Besuch im Gebäude der UNASUR steht ebenfalls auf dem Programm.

Am Sonntag, den 7. Juni, findet die Parade „Desfile de la Confraternidad”, eine Veranstaltung mit nationalen Speisen und ein Turnier mit dem traditionellen Kartenspiel „40” statt. Das Patronatsfest endet am Samstag, den 13. Juni, mit dem feierlichen Festzug durch die Hauptstraβen der Gemeinde.

 

Weitere Informationen über das Programm erhalten Sie unter der Telefonnummer der kommunalen Selbstverwaltung: GAD Parroquial, Tel. 005932 2394 873.

 

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