DIE WÄLDER VIELFÄLTIG UND WERTVOLL


Regenwald ist der Ausdruck, der häufig verwendet wird, um die vielfältigen und komplexe Reihe von Ökosystemen des Amazonas zu beschreiben. Dieses System umfasst eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Ein Fünftel des gesamten Süßwassers unseres Planeten befindet sich im Amazonasbecken von Südamerika.


Weitere Beispiele dafür sind die ‚Várzea‘ genannten tief gelegenen Wälder entlang der Flüsse und die etwas höher gelegenen ‚Tierra-Firme‘-Wälder, ebenso die regelmäßig überfluteten Schwarzwasser-Landschaften und ständig unter Wasser stehenden Sümpfe, die zuweilen von starken Winden durchweht sind, während andere fast windstill sind. Primär- Regenwald nennt man Gebiete mit lange stehenden, alten Bäumen, Sekundärwald solche, wo die Bäume sich wieder erholen und nachwachsen“, erzählt Kelly Swing, Leiter und Gründer der zur Franziskus-Universität Quito (USFQ – Universidad San Francisco de Quito) gehörenden Station für Biodiversität Tiputini (EBT).



Laut Swing ist die Klassifizierung abhängig von der Perspektive des Betrachters. „Einige Menschen sehen die ganze Welt als ein einziges Ökosystem oder einen einzigen Organismus. Der Tropenwald bzw. die Amazonas-Region jedoch sollte wegen ihrer derart großen Anzahl von Arten mit ihren verschiedenen Rollen und mannigfachen Interaktionen als eine komplexe Einheit verstanden werden, die wir noch viel besser erforschen und für die wir optimale Schutzstrategien entwickeln sollten“, führt der Leiter der Station für Biodiversität Tiputini aus.


Die Erhaltung des Ökosystems hat eine Schlüsselbedeutung für die Regulierung des Planeten Erde. „Die Zyklen von Mineralien, Sauerstoff und Wasser hängen von den Ökosystemen der Erde ab. Sowohl die Natur als auch wir selbst brauchen diese Ressourcen. Die Erhaltung des Ökosystems hat eine Schlüsselbedeutung für die Regulierung des Planeten Erde. Im


Amazonasgebiet, betont der Wissenschaftler, „sind die Wälder so groß, dass sie eine ganz besonders wichtige Rolle für unsere Erde spielen. Der intakte Wald hat einen gewissen Wirkungsgrad in Bezug auf all dies, und eben auch für die Erneuerung der Ressourcen die wir verwenden. Wenn wir darin eingreifen, verringert sich sein Wirkungsgrad“, meint Swing, der Leiter des EBT.


Der Energiefluss zwischen der Atmosphäre und den Biota ist Teil des Gleichgewichts zwischen globalem und lokalem Klima. Eine Veränderung in einem Teil des Zyklus (vermehrter CO2-Ausstoß, Vernichtung von Wäldern usw.) führt zu Veränderungen des davon abhängigen Lebens und der Verfügbarkeit von Wasser und der Produktivität der Landwirtschaft“, folgert Kelly Swing, Leiter der Station für Biodiversität Tiputini der Franziskus-Universität Quito.

Die wichtigsten Funktionen des Regenwaldes sind die Erzeugung von Sauerstoff und die Absorption von Kohlendioxyd (CO2). „Das Holz und die Blätter dienen als Speicherort für Kohlenstoff, sodass den Bäumen hinsichtlich der Konzentration in der Luft eine große Bedeutung zukommt. Eine weitere Funktion ist es, der Tierund Pflanzenwelt der Erde ein Habitat zu geben“, sagt Swing. „Wahrscheinlich leben 80 % aller Arten in den Äquator-Regionen der Erde“. Auch das im Amazonasgebiet vorhandene Wasser beeinflusst das Klima durch die Niederschläge in weit über der Hälfte des Landes.

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